„Man muss sich ständig weiterentwickeln, sonst bleibt man nicht lange dabei.“

Unverhofft kommt oft: Alles fing ganz klein und unschuldig als Sommerpraktikum im ländlichen Pöllau an. Sarah Hofer hatte eigentlich vor, nur drei Monate zu bleiben. Doch daraus wurde wohl nichts. Seit ihrem Praktikum sind drei Jahre vergangen und Sarah ist mittlerweile Teamleader eines mehrköpfigen Teams in Graz.

Bei WESEO seit: Mai 2016
Standort: Graz
Position: Teamleitung SEO & Content Creation
Team: Melanie PeintnerAnna HabenbacherLisa Ruprecht

Sarah Hofer WESEO
Schreibtisch Sarah

Random Facts

Essentials auf dem Bürotisch:
Ein Haufen Zettel, mein Müslifrühstück, Kaffee und Fridolin, meine Pflanze
Liebste Feierabendbeschäftigung:
Schallplatten, kochen, Pflanzen duschen und natürlich Feierabendbierchen mit meinen Kollegen
Lieblingsessen:
Lasagne, aber nur, wenn ich sie mach
Heimlicher Fan von:
Michi Buchinger
Traumprojekt:
Content für eine Biermarke
Wenn ich ein Gericht wäre, wäre ich:
ein Kebap mit alles und scharf
In einem Film spielen würde mich:
Danny DeVito

Aus drei Monaten wurden drei Jahre.

Pöllau, Wien, Pöllau, Graz – Sarah Hofer hat bei WESEO schon einige Ortswechsel hinter sich gebracht. Dabei wollte die passionierte Hobbyköchin und -bäckerin damals eigentlich gar nicht so lange bleiben, geschweige denn drei Mal umziehen – aber sie tat es. Wegen der herausfordernden Aufgaben, wegen der Projekte und weil ihr das Agenturleben schlichtweg gefällt.

Erzähl mal, was sollte man über dich wissen?

Hallo, ich bin Sarah, Mittzwanzigerin, ich mag Babykätzchen, lange Spaziergänge am Strand und ausschlafen am Morgen. Haha, letzteres stimmt sogar wirklich, aber das ist eh kein Geheimnis. Wenn ich nicht grad koch, back oder einen Flohmarkt plünder, dann bin ich entweder bei der Arbeit oder versuche mich selbst zum Lernen für meine letzte Prüfung meines Publizistik-Studiums zu motivieren. Aber Statistik und Motivation sind für mich irgendwie gegenteilige Begriffe.

Wie bist du denn zu WESEO gekommen?

Ich hab mich damals – ich glaub es war Mai 2016 – für ein Sommerpraktikum beworben. Am nächsten Tag hat mich auch schon Andreas Grabenbauer angerufen und dann ging‘s ziemlich schnell. Nach dem Praktikum war ich dann zuerst geringfügig da und hab viel von Wien aus gearbeitet. Aus geringfügig wurde Teilzeit in Pöllau und aus Teilzeit in Pöllau wurde Vollzeit in Graz.

SEO-Team bei WESEO

"Routine? Gibt's nicht. Hier ist jeder Tag anders und eine Woche vergeht wie nix."

Und was genau machst du bei WESEO?

Ich bin SEO-Managerin. Ich schaue also, dass Websites zu definierten Suchbegriffen möglichst hoch in den Suchergebnissen landen. Das ist manchmal auch eine sehr technische Arbeit, aber zumindest in meiner Herangehensweise oft schreiblastig. Ich bin also auch Texterin und mach zum Beispiel suchmaschinenfreundliche Website-Textierungen.

Wie sieht dein Alltag bei WESEO aus?

Ich komm meistens nicht viel vor 9 ins Büro, obwohl ich mir jeden Tag vornehm, früher da zu sein. Aber ich bin ein nachtaktiver Mensch und schlafe außerdem einfach zu gern. Dann wird bei einem Morgenkaffee und einem Morgenzigarettchen der Tag besprochen.

Und dann wars das auch schon mit der Routine, denn die gibt’s hier eigentlich nicht so. Jeder Tag ist anders: Von Korrektoraten, über Freigaben und Angeboten bis hin zu Ressourcenplanungen, Audits und neuen Strategien ist alles dabei. Jeder Tag ist anders und die Woche vergeht dadurch wie nix.

Was gefällt dir als SEO-Managerin und Content Creator bei WESEO am besten?

Ganz klar: Zuerst einmal der Kollegenzusammenhalt. Wir verstehn uns alle super. Und natürlich kommt man da gleich lieber zur Arbeit. Abgesehen davon ist es in unserem Bereich unmöglich, stehenzubleiben. Man muss sich ständig weiterentwickeln, sonst bleibt man nicht lange dabei. Man bekommt durchs Schreiben auch ein breites Allgemeinwissen und kann sogar bei Stammtischrunden über Themen wie Mauertrockenlegung, Kürbiskernöl oder Infrarotheizungen mitdiskutieren. Es ist ein „positives Gezwungensein“, sich weiterzuentwickeln – irgendwie der beste Eustress, den man haben kann.

Melanie Peintner und Sarah Hofer WESEO

Gibt es ein Lieblingsprojekt, an dem du besonders gerne arbeitest?

Also mein All-Time-Favorite ist definitiv Steirerkraft. Da geht’s viel um Essen, Rezepte und kochen – und das lieb ich ja sowieso. Außerdem tut sich da aus SEO-Sicht so viel und es ist eine Bestätigung, dass die Arbeit, die man reinsteckt, auch Früchte trägt. Steirerkraft ist ein gelungenes Bespiel für Suchmaschinenoptimierung durch Content Marketing.

Hast du auch ein paar Quick Wins für Unternehmen, die noch keine professionelle SEO heranziehen?

Easy: Checkt eure Daten! Ohne Spaß! Bauchgefühl schön und gut, aber damit ist niemandem geholfen. Websites können nur erfolgreich sein, wenn sie datenbasiert arbeiten und ihre Nutzer und deren Verhalten kennen. Sie müssen wissen, was bei ihren Usern wann und wie ankommt.

Kannst du dafür auch nützliche Tools vorschlagen?

Na, zum einen Google Analytics, aber auch die Search Console ist ein richtig gutes Tool, mit dem wir täglich arbeiten. Außerdem ist es wichtig, Keyword Rankings zu verfolgen, um sie verbessern zu können. Wir arbeiten dafür mit Sistrix.

Anna Habenbacher und Sarah Hofer WESEO

"Texte werden nur dann nicht gelesen, wenn sie ein Schmarrn sind."

Schon länger heißt es „Content is king“ in der Text- und SEO-Szene – was sagst du 2019 dazu?

Ich sage: „Content is queen!“ [lacht] Ja, das ist definitiv nach wie vor so, wenn nicht sogar mehr denn je. Ich find’s einfach schade, wenn eine Website gelauncht wird und der Content kann die Qualität nicht spiegeln. Wenn man eine schöne, technisch einwandfreie Website vor sich hat, aber keine Ahnung hat, worum’s eigentlich geht. Websitebesucher müssen binnen Sekunden erkennen können, worum’s geht. Und das schafft nur guter Content – dazu gehören professioneller Text, aber auch Bild und Video. Lückenhafte Infos, Bild-Text-Scheren, irreführende Formulierungen … wer beim Content spart, spart definitiv am falschen Eck. Und Sätze wie „Aber den Text liest ja eh niemand!“ darf man gerne für sich behalten, das ist nämlich Bullshit. Texte werden nur dann nicht gelesen, wenn sie ein Schmarrn sind.

Gibt es deiner Meinung nach sonst noch irgendwelche Trends in der Suchmaschinenoptimierung, die sich in letzter Zeit stark abzeichnen?

Bei SEO und Content passiert ja ständig was. Vor ein paar Jahren haben wir noch sehr viel starrer nach alten SEO-Regeln gearbeitet als heute. Auch, weil User-Signale für Google immer wichtiger werden. Es geht also immer weniger um den stupiden Aufbau von Backlinks und die Integration von Keywords, sondern endlich darum, Intentionen und Bedürfnisse echter Nutzer – deiner Nutzer – zu verstehen und zu bedienen. Außerdem gewinnen technologische Fortschritte à la Voice Search auch in der Suchmaschinenoptimierung mehr Bedeutung. Von Pagespeed und Responsivität red ich erst gar nicht.

"Eine sympathische Persönlichkeit, Enthusiasmus und Talent sind mir fast noch wichtiger als Erfahrung."

Hast du Tipps für Bewerber oder Leute, die quereinsteigen möchten?

Hmm, sie müssen schon sehr großes Interesse für Text und SEO haben. Eigentlich für das gesamte Online Marketing. Das ist mal das Wichtigste. Es reicht nicht nur, alles einmal zu hören, man muss auch dranbleiben und sich eigenständig informieren und weiterentwickeln. In der Szene tut sich so viel. Das gesamte Marketing beeinflusst mittlerweile die Sichtbarkeit. Also: Dranbleiben!

Und wer Zeit und Muse hat, dem kann ich nur empfehlen, einen Hobby-Blog zu starten. Dabei lernt man eigentlich alles Notwendige nebenbei: schreiben, vielleicht sogar fotografieren, Bildbearbeitung, mit WordPress arbeiten, Daten tracken, den Umgang mit Social Media … und man kann sich SEO-technisch voll austoben und erproben.

Womit kann man dich in einer Bewerbung begeistern?

Persönlichkeit! Wenn ich gleich merk, was da für ein Mensch hinter Lebenslauf, Motivationsschreiben und Portfolio steckt. Bei einem Motivationsschreiben, das mit „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenausschreibung als…“ beginnt, überlege ich mir, ob ich noch weiterlese. Klingt hart, ist aber so. Der Gedanke dahinter ist nämlich der: Wenn sich die- oder derjenige selbst nicht gut verkaufen und mein Interesse wecken kann, wie soll sie oder er dann Websitebesucher begeistern können? Ich mag es, wenn man sich nix scheißt und der Charakter und die Herangehensweise an die Aufgabenstellung schon in der Bewerbung durchkommen. Eine sympathische Persönlichkeit, Enthusiasmus und Talent sind mir fast noch wichtiger als Erfahrung.

Letzte Frage: Auf deinem Tisch steht ein Glas mit Zettelchen drin und darauf steht „Nach 17h“. Was hat es damit auf sich?

Na, diese Idee kam uns – wie sollte es auch anders sein – bei einem Feierabendbier. Wir waren ständig im selben Lokal und haben uns irgendwann mal gedacht: „Hey, trotz mega Innenstadtlage unseres Büros hängen wir immer im selben Lokal ab. Das sollten wir ändern!“ Schwupps, haben wir auch schon 51 Lokale auf Zettelchen geschrieben und wann auch immer wir uns noch für einen Feierabendabsacker entscheiden, ziehen wir einen Zettel aus dem Glas. Getauft haben wir das Ganze „Nach 17h“ – warum, muss ich aber nicht erklären, oder?

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