„Bei jedem Kunden braucht man eine andere Strategie – man muss sich hineinfuchsen, somit gibt es jeden Tag eine neue Challenge.“

Die SEOs Helena und Sebastian

Kaffee trinken, Schmäh fian und eine jede Menge Abwechslung – eintönig sieht die Realität der SEOs ganz und gar nicht aus, denn im SEO-Team gibt es immer allerhand zu tun. Helena Meizenitsch und Sebastian Humpl sind die Seniors und wissen, wie der Hase in der Suchmaschinenoptimierung läuft. Im Interview verraten die beiden einige Tipps und Tricks und geben Einblicke in ihren abwechslungsreichen Alltag.

Bei WESEO seit: Dezember 2019 (Helena) und Juli 2019 (Sebastian)
Standort: Graz
Position: SEO & Content

Team: BA Marie-Sofie Kogler, BA Marie-Therese Uhl, BA Martina Nußbaumer, Sabine Salzger

Random Facts Sebastian

Essentials auf dem Bürotisch: SEO-Sam (stinkefingerzeigendes Erdmännchen), SEO-Bibel, Weinkorken vom Weingut Langmann
Liebste Feierabendbeschäftigung: Corona-Freie-Edition: in ein Pub auf Bier und Burger
Lieblingsessen: Salat mit Putenstreifen
Hassessen: Sellerie
Peinlichster Lieblingsfilm: 365 Days
Traumprojekt: Red Bull und Porsche
Bier oder Wein: Bier mit einem knappen Vorsprung
Kaffee oder Tee: Ristretto
Gitarre oder Klavier: Schlagzeug

Helena am Laptop lachend bei der Arbeit
Sebastian vor seinem Laptop mit dem Maskottchen SEO-Sam

Random Facts Helena

Essentials auf dem Bürotisch: Notizbuch, Desinfektionsmittel
Liebste Feierabendbeschäftigung: Derzeit Kochen und Backen, sonst Freunde treffen
Lieblingsessen: Frittatensuppe
Hassessen: Habe ich eigentlich nicht, ich bin ein Mähdrescher
Peinlichster Lieblingsfilm: Frontalknutschen & Bergdoktor
Traumprojekt: Hargassner, weil der Sebastian schon so eine tolle Vorarbeit geleistet hat
Bier oder Wein: Wein mit einem knappen Vorsprung
Kaffee oder Tee: ich habe immer beides auf meinem Tisch stehen
Gitarre oder Klavier: Steirische Harmonika

Erzählt mal etwas über euch, was muss man über die SEO-Zwillinge wissen?

Helena: Wie es zustande gekommen ist, dass wir zwei überhaupt als die „SEO-Zwillinge“ bezeichnet werden, ist eine ganz lustige Geschichte: Andreas Grabenbauer hat mich angerufen und gefragt, wo mein Zwilling denn sei, weil wir die wichtigen Entscheidungen immer gemeinsam treffen. Das funktioniert auch wirklich super, denn wir arbeiten nach dem Motto „Teamwork makes the dream work“.

Vor WESEO habe ich auf der FH JOANNEUM in Graz „Journalismus und Public Relations (PR)“ studiert und auch schon in anderen Unternehmen im Marketingbereich gearbeitet. Durch mein Studium hatte ich viel mit Sprache zu tun, was sich auch im Job durchgesetzt hat – bei uns im Team bin ich vor allem als Grammatik-Perfektionistin bekannt. Am Anfang meiner WESEO-Karriere habe ich eher contentlastig gearbeitet, das Ganze hat sich dann zusätzlich in die technische Richtung weiterentwickelt.

Sebastian: Bei mir ist die „Buchführung“ sicher nicht so genau wie bei Helena, deswegen finde ich das cool, dass sie alles immer genauestens dokumentiert. Wir arbeiten immer in Monatszyklen und am Ende des Monats schaffen wir alle Projekte immer so, wie sie auch sein sollen. Anfangs war ich auch eher contentlastig und bin dann in den technischen, strategischen und kommunikativen Bereich hineingerutscht, wo es mir zugegeben auch ziemlich gefällt.

„Jeder Tag verläuft individuell, je nach Tag im Monat, je nach neuen E-Mails.“

Vor WESEO habe ich auf der Uni-Graz den Bachelor in Anglistik/Amerikanistik mit Schwerpunkt IT und Betriebswirtschaft absolviert. Nach einem mehrmonatigen Praktikum, wo ich das erste Mal im SEO-Bereich gearbeitet habe, bin ich nach Wien gegangen, um den Master in I-BWL zu machen. Nach zwei Semestern hat es mich jedoch wieder zurück nach Graz gezogen und ich bin über die Google Suche auf WESEO gestoßen (ganz SEO-like). Ich habe mich beworben, war dann zwei Tage Probearbeiten und bin dann eingestellt worden.

Helena, Sebastian und Hund Loki bei der Arbeit im Office Graz

Und wie hat es dich zu WESEO verschlagen, Helena?

Helena: Bei meinem vorigen Arbeitgeber hatte ich denselben Arbeitskollegen wie heute bei WESEO. Er ist mir damals vorangegangen und hat zu WESEO gewechselt. Nach dem Wechsel hat er zu mir gemeint: „Ich weiß, du würdest auch gerne das Unternehmen wechseln, WESEO hat coole Jobs ausgeschrieben, schau dir die mal genauer an.“ Zu WESEO hat es mich also dank des Hinweises von Michael Pürstl verschlagen.

Wie sieht euer Alltag als SEOs bei WESEO denn so aus?

Sebastian: Kaffee trinken, Schmäh fian und ein bisschen arbeiten. 😉

Helena: Haha, das wäre eine schöne Realität, die jedoch nicht so ganz der Wahrheit entspricht. Wie bei jedem Bürojob kommen wir am frühen Morgen ins Büro, Sebastian nicht ganz so früh, dann wird erstmal ein Kaffee gemacht und die neu hereingekommenen E-Mails werden gecheckt. Jeder Tag verläuft individuell, je nach Tag im Monat, je nach neuen E-Mails. Entweder wir arbeiten Maßnahmen ab, wir schreiben Reports oder es finden Termine mit Kunden statt, jetzt natürlich nur virtuell. Weiters sprechen wir uns auch mit unseren Kolleg*innen und anderen Teams, wie Frontend, Entwicklung und Support ab.

Sebastian: Ich schaue als Erstes immer in SISTRIX, Yammer und Toggl rein, um einen Überblick über alle laufenden Tasks zu bekommen und checke natürlich auch meine E-Mails. Auf meinem Notizblock notiere ich mir am Ende des vorherigen Arbeitstages immer, was am nächsten Tag zu tun ist. Diese To-dos bearbeite ich dann als Erstes oder gebe sie an Teamkolleg*innen ab, je nachdem. Dazwischen gibt es auch immer wieder Kundentermine und Absprachen mit den Projektleitern und Consultants. Drei Kaffee später ist der Vormittag auch schon wieder fast vorbei. Durch die vielen unterschiedlichen Aufgaben vergeht so ein Arbeitstag echt wie im Flug.

Arbeitsplatz von Helena Meizenitsch

Im SEO ist der Alltag oft stressig, da es auch viel zu tun gibt. Wie behaltet ihr dabei einen kühlen Kopf?

Helena: In unserem Team sind wir derzeit zu sechst, mit Sebastian als Hahn im Korb. Wir teilen uns die Arbeit intern gut auf und reden uns zusammen, das ist auch der Vorteil an so einem tollen und freundschaftlichen Team wie bei uns im SEO.

Bei uns in der Firma gibt es ein anonymes Tool, das nennt sich Team-Mood. Bei dem kann jede/r Einzelne abstimmen, wie der Tag war, somit wird die Stimmung im gesamten Unternehmen gemessen. Täglich kann man abstimmen und kommentieren, was gut beziehungsweise nicht so gut gelaufen ist, und die Geschäftsführung kann darauf eingehen und umgehend eingreifen. Das Positive ist, dass die Stimmung im SEO-Team so gut ist, wie in sonst keinem anderen Team – ich würde sagen, das spricht sehr für uns.

„Wir arbeiten mit Leuten aus den unterschiedlichsten Branchen zusammen.“

Was gefällt euch als SEO-Manager*in und Content Creator bei WESEO am allerbesten?

Sebastian: Ich finde die unterschiedlichen Kunden am besten, weil man mit so vielen Personen aus verschiedenen Branchen zusammenarbeitet. Bei jedem Kunden braucht man eine andere Strategie – man muss sich hineinfuchsen, somit gibt es jeden Tag eine neue Challenge. Aber ich finde, genau das macht den Job auch so abwechslungsreich.

Cool ist auch, dass wir so selbstständig im Team arbeiten mit direktem Kundenkontakt. Daher sind die Kommunikationswege immer sehr kurz, was natürlich auch von Vorteil ist.

An welchem Projekt/welchen Projekten arbeitet ihr am liebsten?

Sebastian: Hargassner, bei dem Projekt haben wir seit Betreuungsstart schon sehr viel weitergebracht.

Helena: Bei mir war es immer das Hotel Ratscher Landhaus, bis ich es an die Marie abgegeben habe. Aktuell ist mein Lieblingsprojekt Vier Jahreszeiten am Schluchsee .

„Content is king/queen!"

Habt ihr auch ein paar quick Wins für Unternehmen, die noch keinen SEO heranziehen?

Sebastian: Bis Herbst warten, danach haben wir (hoffentlich) wieder Zeit für neue Projekte. 😉 Nein Schmäh, aber „Content is king“ ist definitiv immer noch aktuell. Unique Content und einzigartige Inhalte für die Nutzer zu erschaffen ist von höchster Wichtigkeit. Dieser Teil ist auch sehr zeitintensiv und wird deshalb oft vernachlässigt, aber wenn man sich die Zeit nimmt, kann man meiner Meinung auch einiges damit schaffen.

Natürlich sollte der Content auch zielgerichtet sein, dass man nicht ohne konkretes Ziel dahinter losschreibt. Man sollte Themen aufgreifen, die Nutzer im Internet interessieren. Wenn ich Content zu irgendeinem Thema schreibe, welches eventuell cool ist, aber nicht nachgefragt wird, ist aus SEO-Sicht wenig Sinn dahinter. Aber für coole Inhalte auf der Website braucht man sicher keine 24/7- SEO-Expert*innen – interessanten Content kann man sicher auch selbst kreieren, wenn man halt die Zeit aufwendet und sich etwas damit beschäftigt.

Helena: „Content is queen!“ Wenn man sich in SEO-relevante Themen einliest, z. B. Metadaten, Überschriftenstruktur, Verlinkungen etc., kann man selbst auch einiges verbessern. Also die Basic-SEO-Maßnahmen, welche einfach anzuwenden wären, die jedoch oft nicht beachtet werden.

Helena und Sebastian erklären Loki die Suchmaschinenoptimierung

Könnt ihr auch nützliche Tools vorschlagen?

Helena: Kostenlose Tools sind vor allem der Google Keyword Planner von Google Ads, Google Analytics oder die Google Search Console, da sieht man zum Beispiel, wie viele Klicks und Impressionen eine Website über die Google Suche generiert. Wir verwenden auch noch SISTRIX, Ahrefs, SEMrush, Seobility und Ubersuggest. Tools in diese Richtung braucht man, um einen Überblick zu haben, wie sich die Zahlen entwickeln und um einen Vergleich zur Konkurrenz zu haben.

In der SEO-Welt verändern sich ja oft die Dinge. Wie bleibt ihr immer up to date?

Sebastian: Bei uns ist es tagtäglich, dass wir etwas nachschauen müssen, weil der Bereich einfach so breitgefächert ist und ständig irgendwelche Spezialfälle daherkommen. Da heißt’s dann recherchieren, aber dafür gibt es einige gute Anlaufstellen wie den SISTRIX-Blog, Ryte-Blog, Hubspot, das Search Engine Journal und SEO-Südwest. Bei denen weiß man wirklich, dass sie von Expert*innen verfasst wurden. Der Großteil der täglichen Fragen, die wir haben, wird dort gut beantwortet.

Gibt es eurer Meinung nach Trends in der Suchmaschinenoptimierung, welche sich in letzter Zeit ziemlich stark etablieren?

Sebastian: Ab Juni wird ein großes Google-Core-Update schrittweise ausgerollt. Ab da wird vor allem Pagespeed noch wichtiger bzw. dann offiziell als Rankingfaktor herangezogen. Zudem ist der Mobile-Gedanke heutzutage omnipräsent – März 2021 wurde schließlich gänzlich auf Mobile First Indexing umgestellt, Desktop-Inhalte werden also bei der Indexierung nicht mehr berücksichtigt. Ich glaube auch, dass der technische Aspekt immer bedeutsamer wird, wobei Content King/Queen bleibt – eine maßgeschneiderte, individuelle SEO-Strategie und hochwertiger Content stehen über allem. Aber ohne eine solide technische Basis wird man in der SEO auch nicht allzu weit kommen.

„Der Mobile-Gedanke ist heutzutage omnipräsent – nicht nur im SEO.“

Helena und Sebastian in einer Besprechung mit dem Kunden

Ein SEO-Manager braucht eine Vielzahl an Fähigkeiten und Skills, könnt ihr ein paar Tipps für Bewerber*innen oder Quereinsteiger*innen verraten?

Sebastian: Was ich extrem wichtig finde – weil bei uns SEO sehr contentlastig ist –, ist ein gutes Gefühl für Sprache. Ein Sprachgefühl kann man niemandem beibringen, entweder man hat es oder man hat es nicht. Der Umgang mit bestimmten Tools kann einem beigebracht werden. Ich glaube, deswegen ist das Sprachgefühl eine Grundvoraussetzung. Organisatorisches Talent würde auch von Vorteil sein, dass man seine sieben Zwetschken immer beisammen hat und Projekte eigenständig managen kann, damit man alle laufenden Tasks stets im Auge hat.

Helena: Man sollte auch ein selbstbewusstes Auftreten in der Kundenkommunikation haben, ein fachliches Verständnis für Online-Marketing im Allgemeinen besitzen, Spaß verstehen können und Wein mögen. 😉

„Wichtig beim Bewerbungsgespräch ist, dass die Chemie stimmt und die Person zum restlichen Team passt.“

Was würde euch in einer Bewerbung vom Hocker hauen?

Sebastian: Ich würde es gut finden, wenn die Person zusätzlich noch Erfahrung im Offpage-SEO oder technischen SEO mitbringt, weil wir in Zukunft sicher mehr in diese Richtung machen werden. Der Onpage-Part wurde bis jetzt meist fokussiert, weil es halt gut funktioniert hat und das auch immer noch tut. Aber für uns wäre es halt echt von Vorteil, wenn jemand in unser Team kommen würde, der schon Erfahrung in mehreren Teilbereichen der Suchmaschinenoptimierung mitbringt. Dadurch könnten wir auch eventuell noch das ein oder andere lernen – man lernt ja bekanntlich nie aus.

Helena: Was mich bei einer Bewerbung vom Hocker hauen würde, ist, wenn jemand schon Arbeiten mitsendet, die er oder sie schon gemacht hat. Damit man ein Gefühl dafür bekommt, wie jemand arbeitet, was die Person so kann und was er/sie schon gemacht hat. Wichtig beim Bewerbungsgespräch ist dann einfach, dass die Chemie stimmt und die Person auch zum restlichen Team passt. Aber keine Sorge, wir beißen nicht – bei uns werden alle mit offenen Armen und einem Glas Wein empfangen. 😉

Zur Jobdescription für Senior SEO-Manager (W/M/D)