Google verkündet den Start des Mobile-First-Index. Was bedeutet das für Ihre Website?

Schon im November 2016 hat Google angekündigt, der mobilen Version einer Website durch die Einführung des Mobile-First-Index mehr Beachtung zu schenken. Nach zahlreichen Tests und Experimenten an einer Handvoll Websites hat Google am 26. März 2018 schlussendlich bekannt gegeben: Der Mobile-First-Index ist da! Und zwar für alle. Was das für Sie und die SEO bedeutet? Ob Ihre Website fit für Mobile First ist? Und was Sie tun können, um Ranking-Verluste zu vermeiden? Eins nach dem anderen.

Was bedeutet Mobile First?

Mobile First bedeutet, dass Google Websites auf der Basis ihrer mobilen Version beurteilt. Zuvor hat Google die Desktop-Version zur Indexierung herangezogen. Dabei gab es allerdings Probleme, wie Google auf seinem offiziellen Webmaster-Blog schreibt: Eine Mehrzahl an Usern nutzt die Suchmaschine mit mobilen Geräten. Bietet die mobile Version nicht dieselben oder weniger Inhalte als die Desktop-Version, kommt es zu Diskrepanzen, da Google nicht diese Seite analysiert, die der mobile User gerade sieht. Diese Unsicherheit will Google natürlich vermeiden. Verständlich, oder?

Google will also die Relevanz der mobilen Inhalte für den User auf die Probe stellen. Schon seit 2015 wird mobil optimierter Content bevorzugt behandelt, doch jetzt kommt das endgültige Rollout.

mobile-first-index

Welche Websites können vom Mobile-First-Index in ihrer Sichtbarkeit beeinflusst werden?

Grundsätzlich sollte die Einführung des Mobile-First-Index jeden Websitebetreiber tangieren. Diejenigen, die ihren Usern eine Website im responsiven Design bieten, brauchen sich jedoch keine Gedanken über mögliche negative Auswirkungen zu machen – zumindest dann nicht, wenn die responsive Umsetzung einwandfrei und die Website noch kein Urgestein ist. Bei einer responsiven Website stimmen mobiler und Desktop-Content ja ohnehin zu 100 % überein.

Handlungsbedarf besteht allerdings für Websites, die mobile und Desktop-Inhalte auf zwei voneinander getrennten Seiten anbieten. Vor allem dann, wenn die mobile Version inhaltlich von der Desktop-Version abweicht. Diese Lösung hat man früher ganz gerne gewählt, da man der Meinung war, dass die Nutzer-Intention je nach Device eine andere ist. Nicht ganz falsch, und nach wie vor sind viele der Ansicht, dass Smartphone-User eher auf der Suche nach Informationen sind, Käufe und Buchungen aber mit dem Desktop getätigt werden. Die Grenzen verschwimmen zunehmend. Heute geschehen schon fast 30 % aller Bestellungen mobil. Tendenz steigend. Es macht also durchaus Sinn, Website-Inhalte für alle Endgeräte zu optimieren.

Und was passiert, wenn man weder eine Website im responsiven Design, noch eine mobile Version seiner Website besitzt? Dann zieht Google ganz einfach weiterhin die Desktop-Version zur Indexierung heran. Aber: Sind Ihnen Ihre Mitbewerber mit einer mobile-freundlichen Website voraus, sieht’s für Ihre Sichtbarkeit nicht ganz so rosig aus.

Welche Faktoren spielen im Mobile-First-Index eine Rolle?

Haben Sie eine Website im modernen responsiven Design? Dann können Sie sich schon mal entspannt zurücklehnen. Aber mobil gut möglich heißt nicht gleich mobil optimiert. Wer auf Nummer sicher gehen will, unterzieht seine Website einem professionellen Check. Wichtig ist es allemal für alle Websites, dass:

  • … die mobile Version einwandfrei mittels Touchscreen bedienbar ist.
  • … Inhalte vollständig angezeigt werden, und zwar auf allen Bildschirmgrößen.
  • … Title-Tags, Meta-Descriptions, Alt-Attribute und Co. vollständig und sinnvoll ausgefüllt sind.
  • … die Ladezeiten gering sind, vor allem, weil User mit dem Smartphone unterwegs nicht immer über einen optimalen Internetzugang verfügen. (Ab Juli 2018 soll die Geschwindigkeit der Website übrigens ein noch größeres Thema werden.)
Mobil-First-Index von Google

Sind die Mobile-Version und die Desktop-Version Ihrer Website über zwei differenzielle URLs erreichbar, gibt es einiges zu beachten. Zum Beispiel ist es wichtig, dass:

  • … Sie auf beiden Seiten dieselben Inhalte anbieten.
  • … Inhalte gut strukturiert sind, damit Google alle Daten richtig verarbeiten kann.
  • … beide Website-Versionen in der Search Console verifiziert sind.
  • … alle Meta-Elemente wie Alt-Attribute, Title-Tags, Meta-Descriptions etc. auch auf der mobilen Website vollständig vorhanden sind.

Betreiber von Websites, die es bereits in den Mobile-First-Index geschafft haben, werden übrigens gleich über die Search Console darüber benachrichtigt.

Sind Sie fit für den Mobile-First-Index? Finden wir es raus.

Wir sind der Meinung, dass Websites im responsiven Design die beste Lösung sind, und das nicht erst seit heute. Deshalb erstellen wir für unsere Kunden ausschließlich responsive Websites. Also, liebe Website-Kunden von WESEO: durchatmen! Ihre Website ist gewiss fit für Mobile First. Doch was, wenn Ihre Website schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat, nicht sonderlich userfreundlich und mit dem Smartphone schwer bedienbar ist? Und was, wenn Ihre Website voneinander getrennte Mobile- und Desktop-Versionen bietet? Machen wir den Check. Machen wir Sie fit für den Mobile-First-Index.

Der Mobile-First-Index. Gefürchtet, ersehnt, erreicht. Was kommt als Nächstes? AI-First? Gut möglich. Wir sind gespannt. Doch: Eins nach dem anderen.

Ihr Ansprechpartner: Andreas Grabenbauer